Handicaps für Newcomer und Rückkehrer - Berechnung des ersten Handicaps

Sie haben erst kürzlich angefangen, Golf zu spielen? Oder Sie haben nach längerer Pause wieder einen netten Golfclub gefunden? Dann stellt sich unweigerlich die Frage, wie Sie zu einem Handicap-Index kommen. Die Handicap-Regeln haben auch für diese Fälle vorgesorgt und sehen ein einfaches Verfahren vor.

18. November 2020 Berechnung des Handicaps für Anfänger und Wiederkehrer

Für die Berechnung des Handicap-Index mit weniger als 20 Handicap-relevanten Ergebnissen gelten folgende Regeln.

Grundsätzlich gilt: Der Durchschnitt der besten acht aus den letzten 20 Ergebnissen bestimmt den Handicap-Index. Wenn Sie mit dem Golfsport beginnen oder nach einiger Zeit wieder einsteigen, dann haben Sie zunächst noch keine aktuellen Ergebnisse und damit auch keine Grundlage für Ihren Handicap-Index.

Neueinsteiger

Der Handicap-Index (HCPI) startet bei 54. Von da an wird herunter gezählt. Eine Runde Golf über neun Löcher, beispielsweise bei Ihrer Platzreifeprüfung, reicht bereits, um erstmals einen Handicap-Index zu bekommen. Das dabei erspielte Ergebnis wird, wenn es entsprechend gut ist, zur Berechnung anerkannt. Um entsprechend gewertet zu werden, muss Ihre Runde mit einem sogenannten Score Differential von 56 oder besser enden. In dem Fall haben Sie dann einen Handicap-Index von 54 (oder besser). Wie die Berechnung im Einzelnen funktioniert, rechnet die Technik im Hintergrund für Sie aus. Sie müssen einfach nur Ihre Schläge notieren – und den Ball mit möglichst wenigen Schlägen ins Loch befördern.

Wiedereinsteiger

Details gefällig? Zentrale Messgröße der Handicap-Regeln ist der Score Differential. Er ist die gewichtete Relation zwischen Ihrem gewertetem Brutto-Ergebnis und der Platzschwierigkeit.

Insgesamt basieren die Handicap-Regeln auf einer Durchschnittskalkulation von Runden. Grundsätzlich gilt: Es werden die besten acht der letzten 20 Handicap-relevanten Ergebnisse zur Ermittlung des Handicap-Index gewertet.

Je größer die Datenmenge, desto aussagekräftiger ist das Ergebnis der Durchschnittsberechnung. Liegen erst wenige Ergebnisse vor, ist die Datenfülle zur Berechnung klein. Im Extremfall besteht sie nur aus dem ersten anerkannten Ergebnis.

Handicaps dienen dem Vergleich von Spielern im Wettbewerb. Es muss also sichergestellt werden, dass der HCPI eines Spielers mit geringer Datenmenge nicht zu hoch ausfällt. Er erhielte sonst einen unfairen Vorteil. Deshalb sieht das System bei weniger als sieben verwertbaren Ergebnissen eine Anpassung vor, um den HCPI ein wenig zu reduzieren (siehe Tabelle)

Tabelle zur Berechnung der Score Differential

Tabelle zur Berechnung der Score Differential

WICHTIG: Schon ein Score Differential von 56,0 oder besser reicht aus, um einen Handicap-Index zu erhalten. Denn bei nur einem Ergebnis lautet die Anpassung -2. Bei einem ersten Score Differential unter 56,0 wird Ihr erster Handicap-Index entsprechend niedriger sein.

BEISPIEL: Sie spielen einen ersten Score Differential von 54,3. In dem Falle lautet Ihr erster Handicap-Index 52,3 (54,3 – 2).

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